WASSERSPORT

Einmal um Mallorca in unter 15 Stunden

Der M32-Katamaran„Movistar“ ist das erste Schiff, das die Herausforderung der Inselumsegelung des RCN Palma noch im Januar annehmen möchte.
Julio González

Dieser Mann steht dem ersten Team vor, das bereit ist, den Rekord der Mallorca-Umsegelung herauszufordern: Olympiasieger Iker Martínez will diesen Versuch mit dem 9,86 Meter langen „Movistar“-M32 Katamaran unternehmen.

Bei der Pressekonferenz des Movistar-Teams im RCNP am 12. Januar versicherte der Clubpräsident Javier Sanz, dass die Regelerweiterung für mehr Bootsklassen bei der Mallorca-Umsegelung ohne Zwischenstopps wichtig war, „da sich die Welt des Segels weiterentwickelt und der RCNP entsprechend up to date und ganz vorne dabei sein muss“.

Iker Martínez und seine Crew trainieren seit ein paar Monaten auf Mallorca, um am World Match Racing der M32-Klasse teilzunehmen. Ihre Basis ist der Hafen von Calanova. Der Teamchef bestätigte: „Wir sind in einem entscheidenden Moment, da dies unsere erste Herausforderung als Team ist.“



Die MC32 wurde eigentlich nicht als Schiff für diese Art von Herausforderungen konzipiert, sondern ist eher für kürzere Regatten in Küstennähe gedacht. Doch Martínez ist guter Hoffnung, in weniger als 15 Stunden Mallorca zu umsegeln und somit den Rekord zu brechen.

Eine Umrundung Mallorcas erfordert auch, einen Abschnitt bei Nacht zu segeln. Das stellt eine besondere Herausforderung dar, vor allem bei den kalten Temperaturen in den momentanen Wintertagen. Besonders unangenehm für die Segler kann es werden, wenn sie nass werden, denn diese Art von Katamarane hat weder eine Kabine noch sonst einen geschützten Raum an Bord. Dennoch ist die Mannschaft optimistisch, ihr Ziel zu erreichen, da die M32 ein sehr seetüchtiges und vielseitiges Schiff ist.

Neben dem baskischen Skipper setzt sich die Movistar-Crew aus dem Olympiasieger Anton Paz und den Seglern Fernando Rodriguez Rivero, Fidel Turienzo und John I. Maegli (dem Champion aus Guatemala in London 2012) zusammen.

Die Mannschaft bestätigte, die Umsegelung der Insel noch in diesem Januar zu versuchen. „Was wir brauchen, ist das richtige Wetter. Wir würden am liebsten innerhalb der nächsten zwei Wochen starten, auch wenn es so aussieht, dass das aufgrund von Sturmwarnungen in den nächsten Tagen nicht möglich sein wird“, erklärte Fidel Turienzo als für das Wetter zuständige Besatzungsmitglied an Bord.

Turienzo sagte auch, dass die ideale Situation „ein Übergang von Südwestwinden zu Nordwestwinden mit einer Stärke von 15 bis 20 Knoten sei. Bei stärkerem Wind müssten wir Segel einholen und ein stärkerer Wellengang würde die Lage erschweren“.

Unter den momentanen Bedingungen würde die Umrundung „gegen den Uhrzeigersinn“ starten: Zunächst würde Kurs auf Mallorcas Süden genommen und auf der letzten Etappe entlang der Serra de Tramontana gesegelt. Dieser letzte Streckenabschnitt spielt die entscheidende Rolle, die über diese Herausforderung entscheidet. Iker Martinéz hofft jedenfalls: „Wenn wir an dieser Küste auf der Geraden segeln  können, erreichen wir eine große Geschwindigkeit und können so sehr viel Zeit gewinnen.“