Der Club de Mar öffnet sich zur Stadt

Der neue Plan sieht eine Öffnung des Hafens zur Stadt vor, indem eine Verbindung zwischen dem Paseo Marítimo, dem Yachthafen und dem Kreuzfahrtterminal geschaffen wird. Die Bauarbeiten beginnen 2018
JULIO GONZÁLEZ

Die Balearische Hafenbehörde genehmigte im Oktober das Umbau-Projekt für den Club de Mar Mallorca: Das neue Konzept sieht eine Öffnung des Hafens zur Stadt vor, indem eine Verbindung zwischen dem Paseo Marítimo, dem Yachthafen und dem Kreuzfahrtterminal geschaffen wird. Das Ganze soll mit einer grundlegenden Aufwertung und Modernisierung der Serviceeinrichtungen für die Mitglieder und Nutzer des Yachtclubs einhergehen.



Auch wird der Club de Mar Mallorca nach Beschluss der Hafenbehörde seine Konzession für weitere 25 Jahre behalten und im Gegenzug Investitionen im öffentlichen Hafenraum im Wert von 50 Millionen Euro durchführen. Dabei entsteht ein komplett modernisierter Yachthafen mit neuen Gebäuden und vollständig renovierten Bootsstegen und Pontons. Im Rahmen der Konzessionsverlängerung verpflichtet sich der Club, die öffentlichen Kassen mit Pachtgebühren in Höhe von rund 250 Millionen Euro in den nächsten 25 Jahren zu unterstützen.



Der Präsident des Club de Mar Mallorca, Borja de la Rosa, begrüßte die Genehmigung des Projektes, das in den vergangenen drei Jahren geplant wurde. Er sagte, das sei „eine sehr gute Nachricht, nicht nur für die Mitglieder unseres Clubs, sondern auch für die Stadt, da das neue Konzept einen Beispielcharakter haben wird, wie ein hochmoderner Wassersportclub architektonisch mit der Stadt verbunden sein kann“.



Das aufwendige Projekt sieht den Abriss der bestehenden Einrichtungen (drei Hauptgebäude und verschiedene Nebengebäude) und den Bau neuer Gebäude mit der modernsten Technologie der Energieeinsparung vor. Das neue Hauptgebäude wird eigent-lich aus drei Gebäuden bestehen, die über Fußgängerbrücken miteinander verbunden sein werden.



Die neuen Räumlichkeiten des Clubs werden auf drei Stockwerke verteilt: Im Erdgeschoss befinden sich die Einrichtungen, die direkt mit dem Hafen zu tun haben, wie zum Beispiel die Segelschule, Aufbewahrungsräume, die Bootshallen für die Clubboote, sowie Läden und Bootsfachgeschäfte. Im ersten Stock befinden sich die Cafeteria, die Clubbüros und weitere mit dem Wassersport verbundene Räumlichkeiten und Ge-schäfte, während der zweite und oberste Stock den Mitgliedern mit Swimming-Pool, Fitnessraum, Restaurant, Gartenterrasse und einer Ruhezone vorbehalten sein wird. Darüber hinaus werden die neuen Gebäude in Form einer Überführung direkt mit dem Paseo Maritimo verbunden sein. Der nördliche Teil wird den privateren Räumen des Clubs gewidmet, während die südlichen Gebäude für die Öffentlichkeit bestimmt sind,  unter anderem mit einer Discothek, Restaurants, Bars, Geschäften und Parkplätzen.



Der Generaldirektor des Club de Mar Mallorca, José Luis Arrom, erklärte unterdessen, dass das Projekt dank seines strategi-schen und nachhaltigen Charakters bereits alle bürokratischen Hürden überwunden habe. „Uns war von Anfang an klar, dass die Öffnung zur Stadt und die Umweltverträglichkeit absolute Priorität haben. Wir wollten einen Hafen des 21. Jahrhunderts entwerfen, der sich an die Anforderungen und das soziale Empfinden unserer Zeit anpasst“, erklärte er.



Die neue Konzession wird ab dem Jahr 2020 gültig sein. Von da an bis zum Jahr 2044 werden die sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen dieser neuen Vereinbarung für die Stadt von großer Bedeutung sein. Der komplette Bruttowert wird auf rund 425 Millionen geschätzt. Was die Be-schäftigung betrifft, so wird der neue Club de Mar voraussichtlich 500 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Investitionen in die Infrastruktur und neuen Einrichtungen werden sich bis zum Ende der Konzession auf 170 Millionen Euro belaufen.



Das Highlight dieser architektonischen und urbanistischen Runderneuerung des Club de Mar ist neben der ästhetischen und funktionalen Verbesserung zweifelsohne die neue Öffnung zur Stadt. Im Rahmen der geplanten Umgestaltung wird die Meerespromenade verbreitert und bis zum touristischen Kreuzfahrtterminal verlängert. Auch sollen neue Grünzonen und Radwege geschaffen werden, um sowohl Fußgängern als auch Radfahrern freien Zugang zu den neuen Stadtflächen zu bieten.